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letzte Woche, beim Schreiben meines Aprilscherzes mit dem Generationentrauma-Radiergummi™ lief mein Gehirnfasching wieder auf Hochtouren: Ich pendelte zwischen "Kannste nicht‘ machen!" und "Ach was! Ist doch lustig. Hau‘s raus, Puppe!" Kling-klong hin und her, hin und her ...
Was, wenn Menschen, die an transgenerationalem Trauma leiden, sich verkackeiert fühlen? Was, wenn sie denken, ich mache mich lustig über sie und ihr schweres Thema? Was, wenn Shitstorm? – Es gibt ja gerade so viele Grundaufgebrachte und Unentspannte da draußen ...
Beim Drücken auf den „Veröffentlichen"-Button schwang all das mit. Gesiegt hat schließlich MUT STATT MÄH! und ich hab‘ ihn rausgehauen.
To make a long story short: Meine Content-Ängst und meine katastrophenvorwegnehmenden Hirnverknotungen waren mal wieder völlig unbegründet.
Statt der erwarteten Beschimpfungen bekam ich wunderschöne Reaktionen: Anita wollte den Radiergummi zur Intensiv-Tiefenreinigung. Ein guter Freund hatte akuten Bedarf und orderte sofort. Pia brauchte gleich eine Großpackung. Stella bekam von mir das 500er-Paket empfohlen – mit Aufsteller für ihre Coaching-Praxis und Hilkea für ihren Stimm-Trainingsraum. Und Judith Peters schlug auf Instagram kurzerhand die Gewährung eines Massenrabatts und eine Petition vor: Einmal Trauma-Radierer für alle über 40!
Ich hab' mich sooo gefreut, mitgelacht und war mega erleichtert. Es gibt also noch Humor da draußen – das macht mich hoffnungsfroh!
Und mitten in all dem Gelächter, ist mir was aufgegangen:
Der Aprilscherz hat einen Nerv getroffen – einen, in dem ich manchmal selbst zu Hause bin.
Im Wunsch nach schnellen und einfachen Lösungen, nach gottverdammter Niederkomplexität.
„Ich hab's ja längst begriffen. Ich weiß, woher es kommt. Aber warum ist es immer noch da?"
Das höre ich oft in meiner Arbeit mit Kriegsenkel:innen. Wir kotzen anscheinend immer wieder in die gleiche Kurve.
Ich kenne den Hunger nach Ruckzuck-Radiergummi-Lösungen. "Mal eben schnell und fertig". Der Markt dafür ist riesig – und er wächst. Aber geholfen hat mir die Sehnsucht danach, "dass das (der alte Schmerz, die alten Trigger, das Verhalten von Erbtante Else) jetzt bitte alles weg und anders sein soll", nie. Im Gegenteil!
Was mir geholfen hat, darum geht‘s in meinem neuen Blogartikel, dem Antipoden zu meinem Radiergummi-Aprilscherz. Grundehrlich, aus meiner eigenen Geschichte und aus Jahren der Arbeit mit Menschen, die genau da stecken, wo ich mal steckte. Lies selbst:
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